Trier

<div>Die Porta Nigra, oder auch das schwarze Stadttor, ist ein von den Römern erbautes Stadttor der Stadt Trier. Die Region ist wegen ihrer kulturellen Sehenswürdigkeiten und wegen dem Weinanbau in Rheinland-Pfalz bekannt. Die Porta Nigra, oder von den Bewohner der Stadt auch einfach Porta genannt, ist das Wahrzeichen der Stadt Trier und seit dem Jahr 1986 UNESCO Welterbe.</div><div>&nbsp;</div><div><strong>Die größten Sandsteinquader wiegen sechs Tonnen</strong></div><div>Die Römer wussten bereits die wichtige Lage Triers einzuschätzen und forcierten den Weinanbau in der Region und errichteten dafür auch Infrastruktur in der Stadt. Dabei diente die Porta Nigra, die um das Jahr 180 gebaut wurde, als eins von mehreren Eingängen in die Stadt. Das Tor gehört zu den besterhaltenen römischen Stadttoren nördlich der Alpen und wurde aus großen Sandsteinquadern produziert. Die größten dieser Quader wiegen sechs Tonnen und die Porta besteht insgesamt aus 7200 Quadern. Die Sandsteinquader transportierten die Römer aus dem nahe gelegenen Ort Kylltal und bearbeiteten die Quader mit mühlengetriebenen Bronzesägen. Mithilfe von Eisenklammern wurden immer zwei Steine miteinander verbunden.</div><div>&nbsp;</div><div><strong>Lebensmittelpunkt von Karl Marx an der Porta Nigra</strong></div><div>Die Porta ist auch ein vorteilhafter Ausgangspunkt für eine Stadterkundung, wobei es um das schwarze Tor bereits viel zu sehen gibt. Direkt neben der Porta Nigra befindet sich das Stadtmuseum Simeonstift Trier, dass 1904 gegründet wurde und die 2000 jährige Stadtgeschichte von Trier aufzeigt. Nur wenige Schritte von der Porta Nigra entfernt befindet sich das Wohnhaus der Familie Marx in der Simeongasse 1070. Während seiner Jugend war dieses Haus der Lebensmittelpunkt in Trier. Heute erinnert eine Gedenktafel an dem Haus an die Lebensphase von Karl Marx, dem gebürtigen Trierer.</div><div>&nbsp;</div><div><strong>Eingemauerter Mönch Simeon im Ostturm der Porta Nigra</strong></div><div>Nicht nur Karl Marx hat seine Fußspuren in Trier hinterlassen, sondern auch der griechische Mönch Simeon. Im Jahr 1028 ließ er sich als Einsiedler und Eremit in den Ostturm der Porta Nigra einmauern. Kurz nach seinem Tod wurde er heilig gesprochen und zu Ehren des Mönches ließ der Erzbischof Poppo von Babenberg in die Porta Nigra eine Kirche einbauen, die auf Befehl von Napoleon hin abgetragen wurde. Napoleon veranlasste die Auflösung der Kirche im Jahr 1803 und die Wiederherstellung der antiken Bauform der Porta Nigra.</div>