Völklinger Hütte

<div>Die Völklinger Hütte im Saarland lässt mit ihren dunklen Gängen und Spots in luftiger Höhe auf den Hochöfen viel Raum für Entdeckungen. Verwinkelt und großflächig wie die Anlage ist, bietet sie unter anderem Platz für spannende Ausstellungen. Um den Hintergrund der Völklinger Hütte besser zu verstehen, lohnt sich eine kurze Reise in die Vergangenheit – ist mit dem heutigen Weltkulturerbe doch eine lange Unternehmergeschichte verbunden …<br><br><strong>Völklinger Hütte – Ort voller Geschichte</strong><br>1873 gründete der Hütteningenieur Julius Buch bei Völklingen ein Stahlwerk, das sechs Jahre später allerdings schon wieder schließen musste. 1881 wagte Carl Röchling mit dem Kauf des stillgelegten Werks den Neuanfang. Er setzte auf die Produktion von Roheisen: 1883 wurde der erste Hochofen in Betrieb genommen. Mit langfristigem Erfolg! Während des 20. Jahrhunderts konnte die Hütte strategisch immer weiter ausgebaut werden – bis sie 1965 mit 17.000 Arbeitern die höchste Beschäftigtenzahl in ihrer Geschichte erreichte.<br><br><strong>Die Hütte wird zum Weltkulturerbe</strong><br>1975 erfasste die weltweite Stahlkrise auch die Völklinger Hütte. Nach und nach wurden einzelne Bereiche geschlossen und Bereiche der Anlage unter Denkmalschutz gestellt. Im Jahr 1994 erklärte die UNESCO die ehemalige Roheisenproduktion der Völklinger Hütte zum Weltkulturerbe. Heute können Besucher in der Anlage Ausstellungen besuchen oder an Ringvorlesungen teilnehmen.</div>