Wollseifen, Eifel

<div>Beklemmende Stille. Häuserruinen umgeben eine schmucklose Kirche. Mitten im Nationalpark Eifel liegt das Geisterdorf Wollseifen. Einst war es ein lebendiger Ort mit malerischen Fachwerkgebäuden und einem Blick auf die Urfttalsperre. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden seine Bewohner, die ihre Häuser gerade erst wiederhergerichtet hatten, im Jahr 1946 von den Briten vertrieben. Die Besatzer funktionierten das Dorf zum Truppenübungsplatz Vogelsang um. Dafür zerstörten sie einen Großteil der Bebauung, nur vereinzelte Gebäude wurden notdürftig erhalten und als Manöverunterkünfte genutzt. Seit dem Jahr 2006 ist das Gelände, das restauriert und in eine Besinnungs- und Gedenkstätte umgewandelt wurde, wieder für die Öffentlichkeit zugänglich, kann jedoch ausschließlich zu Fuß erreicht werden. Viele Wanderer integrieren Wollseifen in ihre Wanderrouten.</div>