Junkerhaus, Lemgo

Aus der Ferne tarnt sich das Junkerhaus in Lemgo hervorragend: zwei Stockwerke, ein Giebel, die klassische Kastenfassade. Fast könnte man es für einen ganz normalen Fachwerkbau halten. Doch wer näher an das Haus am Lemgoer Stadtrand herantritt, sieht deutlich einen Unterschied: Statt schmuckloser Balken ist das Holz von knorpeligen Schnitzereien überzogen. Hier und da lassen sich eine Blume oder ein pausbäckiges Gesicht ausmachen. Und dabei bietet das Äußere lediglich einen Vorgeschmack auf das, was den Besucher im Inneren erwartet. Verziert wurde das Gebäude von dem Holzbildhauer und Maler Karl Junker, der Gäste zur kostenlosen Besichtigung seines Künstlerhauses eingeladen haben soll. Ob die Legende der Liebesgeschichte, die hinter seiner Arbeit stecken soll, stimmt, ist heute jedoch eher fraglich.