Aasee, Münster

Der Aasee ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Münsters und erlangte als Schauplatz einer wahren Amour fou besondere Berühmtheit: Im Jahr 2006 verliebte sich hier der schwarze Schwan Petra in ein Tretboot. Dass der See aber vor allem ein Ort der Erholung ist, darauf können sich alle Einwohner der Domstadt einigen. So gilt es zudem als gesetzt, dass Zugezogene erst darüber nachdenken dürfen, sich Münsteraner zu nennen, wenn sie die knapp sechs Kilometer lange Strecke rund um das Wasser entlanggejoggt sind. Doch so erfrischend das Nass an heißen Sommertagen erscheint – die Badehose müssen Sie leider zu Hause lassen. Im Aasee zu schwimmen ist nicht nur verboten, sondern auch nicht angeraten: Blaualgen bereiten jedem Bad ein unangenehm juckendes Nachspiel. Zu verdanken haben die Münsteraner ihren Naherholungsort dem Zoologieprofessor Hermann Landois. Der hatte bereits 1888 die Idee eines künstlichen Stausees. Solche Mammutprojekte dauern aber immer länger als geplant: 1914 begann der erste Aushub, 20 Jahre später war der Bau dann abgeschlossen.