Schlosspark Augustusburg, Brühl

Dank der bayerischen Königsfamilie der Wittelsbacher gibt es auch in Nordrhein-Westfalen herrschaftlichen Barock: Schloss Augustusburg in Brühl, errichtet ab 1725 durch den Kölner Erzbischof Clemens von Bayern, gilt mit seiner makellosen Parkanlage als herausragendes Beispiel dieser Epoche. Höhepunkt des Gartens ist das zweiteilige Broderieparterre mit Fontänenbecken und Spiegelweiher. Der begrünte Bereich wird geprägt von Elementen des englischen Landschaftsgartens. Hier wechseln sich bewaldete Partien und Wiesenflächen ab, dazwischen schlängeln sich malerisch Wege und Bachläufe, die zu den Wasserflächen der Inselweiher führen. Auch die Eisenbahnstrecke der 1844 eröffneten Linie Köln-Bonn wurde mithilfe einer reich verzierten Eisenbrücke in die Gartengestaltung mit einbezogen. Im Jahr 1984 wurde der Park zusammen mit den baulichen Anlagen in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.