Hohenzollernbrücke, Köln

Kann die Liebe Zäune einreißen? Diese Frage stellen sich Statiker an der Hohenzollernbrücke. Am Kölner Wallfahrtsort für Verliebte befestigen Pärchen aus aller Welt als Zeichen ihrer Treue Vorhängeschlösser am Brückengitter und werfen danach die dazugehörigen Schlüssel in den Rhein. Mittlerweile baumeln dort Zigtausende von Liebesbeweisen. Der Brauch, Brücken für solche Gefühlsbekundungen zu nutzen, stammt ursprünglich aus Italien und ist inzwischen in ganz Europa verbreitet. In Paris ist bereits ein Brückengitter unter der Last der Liebe zusammengebrochen. Für die Kölner Hohenzollernbrücke geben die Sachverständigen allerdings Entwarnung – bisher jedenfalls. Der zwischen 1907 und 1911 errichtete und nach 1945 wieder aufgebaute Überweg über den Rhein ist neben dem Kölner Dom ein fester Bestandteil des Stadtbildes. Zudem ist die Brücke mit mehr als 1.200 Zugfahrten pro Tag eine der meistbefahrenen in Deutschland.