Hahnentor, Köln

Die Hahnentorburg am Kölner Rudolfplatz war einst Teil der rund acht Kilometer langen mittelalterlichen Wehrmauer und sicherte den westlichen Zugang zur Stadt. Genau wie das „himmlische Jerusalem“ sollte die Domstadt zwölf solcher gewaltigen Torburgen besitzen. Nach der Fertigstellung im 13. Jahrhundert konnten sich die Kölner damit brüsten, über die größte Stadtbefestigung nördlich der Alpen zu verfügen. Durch das Hahnentor zogen jahrhundertelang Kaiser und Könige des Reiches in die Stadt ein. Für sie war es ein Ritual, nach ihrer Krönung den Reliquien der Heiligen Drei Könige im Dom zu huldigen. Heute wird die Hahnentorburg wegen ihrer zentralen Lage in der Innenstadt und wegen ihres mittelalterlichen Charmes häufig als Veranstaltungsort für Hochzeiten genutzt. Weitere noch erhaltene Torburgen der einstigen Stadtbefestigung sind die Severinstorburg, die Ulrepforte und die Eigelsteintorburg sowie der Sachsenturm.