CARLS GARTEN, Köln

<div>„Dass meine Heimatstadt Köln hässlich ist und rumpelig und klüngeldoof, jahaa, weiß ich, ist mir aber wurscht. Ich fühle mich dort wahnsinnig wohl und merke das an kreativen Orten wie Carls Garten, einem öffentlichen Mitmachpark mit der dollsten Botanik: Gemüsebeete, wilde Blumen, Schubkarren mit Obstbäumchen. Gegründet, als die Renovierung des Schauspielhauses begann (klüngeldoof, siehe oben), direkt an der Interimspielstätte auf dem Gelände einer Ex-Kabelfabrik im Stadtteil Mühlheim, inzwischen zum Beispiel ein klasse Ausruhplatz, nicht nur vor oder nach einem Theaterabend. Will sofort wieder hin, wenn ich nur dran denke.“<br><br>Anke Engelke wurde am 21. Dezember 1965 in Montreal, Kanada geboren. Dort wuchsen sie und ihre Schwester dreisprachig auf (Englisch, Deutsch und Französisch). Als sie sechs Jahre alt war, zog die Familie in einen Vorort von Köln, wo sie dem Kinderchor „Die Sonntagskinder“ beitrat, der sowohl Heino als auch Udo Jürgens bei einigen Konzerten begleitete. Bei einem Duett mit Letzterem wurde sie für den Rundfunk entdeckt. Mit gerade einmal zwölf Jahren moderierte sie die Radio-Kindersendung „Moment mal“ und später das ZDF-Ferienprogramm. Von 1986 bis 1998 sammelte sie bei mehr als 200 Livesendungen reichlich Comedy-Erfahrung bei der SWF3 „Gagtory“.&nbsp;<br><br>1996 brachte ihr ihre wohl bekannteste Rolle den Durchbruch: Ricky und ihr Popsofa in der „Wochenshow“, an der Seite von Ingolf Lück, Bastian Pastewka und Marco Rima. Es folgten viele Auftritte als Fernsehmoderatorin, für die sie schließlich ihr Studium der Romanistik, Anglistik und Pädagogik abbrach. Sie moderierte mehrmals die Weihnachtsgala „Danke Anke“, 2001 den Deutschen Fernsehpreis, mehrfach die Eröffnung der Berliner Filmfestspiele und 2011 gemeinsam mit Stefan Raab und Judith Rakers den Euro Vision Song Contest in Düsseldorf.&nbsp;<br><br>Von 2002 bis 2004 war sie mit der Sketch-Show „Ladykracher“ auf Sat.1 zu sehen, mit der sie 2003 für den Emmy nominiert war. Gewonnen hat sie stattdessen den Deutschen Fernseh- und den Deutschen Comedypreis. Für ihre Fernsehspielreihe „Blind Date“ zusammen mit Olli Dittrich erhielt sie schließlich den Grimme-Preis in Gold. Als wäre das alles noch nicht genug, bekam sie 2004 ihre eigene Late Night Show „Anke Late Night“ und wagte ihr Kinodebüt in „Der WIXXer“.<br><br>2003 begann sie eine weitere Karriere als Synchronsprecherin, indem sie Dorie in „Findet Nemo“ ihre Stimme lieh. Seit 2007 spricht sie außerdem die deutsche Version von Marge Simpson.</div>