Laserscape Kassel

<div>Zur documenta 6 im Jahr 1977 installierte der Künstler Horst H. Baumann die Laserscape Kassel – das erste permanente Laser-Licht-Kunstwerk der Welt. Jeden Samstagabend leuchtet die Installation und verbindet mit ihrem Strahl architektonische und kulturelle Highlights in der Stadt.&nbsp;</div><h3>Das Lichtnetz der Laserscape Kassel</h3><div>Leicht abgeändert zur originalen Linienführung im Jahr 1977 hat die Laserscape Kassel ihren Ursprung heute im Zwehrenturm am&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/west/kassel/das-fridericianum-im-herzen-von-kassel">Museum Fridericianum</a>, einem Überbleibsel der ehemaligen Stadtbefestigung. Von dort leuchtet ein grüner Strahl zuerst zum Turm des Hessischen Landesmuseums, ehe er über sieben Kilometer Luftlinie zur&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/west/kassel/herkules-kassel">Herkules-Statue im Bergpark Wilhelmshöhe</a>&nbsp;zurücklegt. Ein zweiter Strahl ist auf die Orangerie vor der Karlswiese gerichtet, er wird dort dreigeteilt und folgt der linearen Struktur des barocken Parks. Auf den Wasserflächen von Aueteich, Küchen- und Hirschgraben ergibt der farbige Laser ein funkelndes Lichtschauspiel.</div><div>&nbsp;</div><div>„Wie würde die Welt aussehen, wenn ich auf einem Lichtstrahl reiten könnte?“ wurde Albert Einstein bei der Beschreibung des Kunstwerks im Katalog zur documenta 6 zitiert. Antwort gibt ein abendlicher Besuch beim Herkules, von hier aus lässt sich die Laserscape Kassel bei klarem Wetter gut erkennen.</div><h3>40 Jahre Laserscape Kassel – mit Unterbrechungen</h3><div>Immer samstags erspannt sich das Lichtnetz der Laserscape Kassel von Sonnenuntergang bis 1 Uhr nachts. Seit 40 Jahren gehört sie zu den Wahrzeichen der hessischen Stadt, allerdings mit Unterbrechungen: 1992 beschädigten Diebe die Kunstinstallation, erst im Jahr 2000 haben die Stadtwerke die Anlage wieder funktionsfähig gemacht. Technische Neuerungen brachten eine Umrüstung im Jahr 2007 mit sich. Bis dahin hatten die Kasseler „ihr“ Laserscape schon als festen Bestandteil der Stadt begriffen, sie brachten die erforderliche Spendensumme von 60.000 Euro für die Renovierung innerhalb nur eines halben Jahres auf. Für einen kurzen Zeitraum hörte die Laserscape Kassel auch 2014 auf zu leuchten, weil die damalige documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev sie als störend für das Ausstellungskonzept empfand. Nach knapp zwei Wochen brach sie ihren Widerstand, die Installation durfte wieder leuchten.</div>