Himmelsstürmer, Kassel

2017 ist es wieder so weit: Die documenta in Kassel startet – und damit 100 Tage mit Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Die Wartezeit bis dahin lässt sich prima mit einem kleinen Kultur-Spaziergang überbrücken, denn viele Werke von vergangenen documenten lassen sich überall in der Stadt verteilt finden. Die drei Must-sees sind der Rahmenbau am Staatstheater, die gewaltige Spitzhacke am Ufer der Fulda und der sogenannte Himmelsstürmer am Kulturbahnhof. Letzterer stand während der neunten documenta im Jahr 1992 in der Mitte des Friedrichsplatzes. Das auch als Man walking to the sky bezeichnete Werk von Jonathan Borofsky besteht aus einem 25 Meter langen Stahlrohr, auf dem die Figur eines himmelwärts schreitenden Mannes befestigt ist. Weil dieser Himmelsstürmer bei der Bevölkerung so gut ankam, wurde die Skulptur schließlich für 690.000 DM gekauft. Der Standort auf dem Friedrichsplatz sollte jedoch auch für kommende Ausstellungen zur Verfügung stehen, daher musste der Himmelsstürmer zum Kulturbahnhof umziehen. Dort steht er nun als Symbol für eine optimistische, aufstrebende Entwicklung der Stadt.