Herkules, Kassel

Auf dem Gipfel des Karlsbergs im Bergpark Wilhelmshöhe thront seit 1717 in 530 Metern Höhe das Wahrzeichen Kassels: die über acht Meter große Kupferstatue des griechischen Halbgottes Herkules. Das Standbild steht auf einer steilen Pyramide, die ihrerseits auf einem achteckigen Schloss, dem Oktogon, ruht. Der Aufstieg zu dem imposanten Herrn, der über einen stattlichen Brustumfang von fünf Metern verfügt, lohnt sich: Von hier hat man einen herrlichen Ausblick über die Stadt und den Bergpark Wilhelmshöhe. Als Vorbild für die Kasseler Statue diente ein antiker Herkules, den Landgraf Karl von Hessen-Kassel auf einer Italienreise im Jahr 1700 entdeckt hatte. Offensichtlich konnte er sich gut mit dem Tugendhelden der griechischen Mythologie identifizieren und ließ wenige Jahre später seinen eigenen Herkules aus Kupfer von einem Goldschmied herstellen.