Grüninger Warte, Pohlheim

<div>Nichts für Angsthasen: Die Grüninger Warte im hessischen Pohlheim ragt 270 Meter hoch – der Blick entschädigt aber allemal für Schwitzhände und Schnappatmung, die einem das Erklimmen beschert. Seit der Restaurierung vor etwa 60 Jahren dient die ehemalige Mühle als Aussichtspunkt. An klaren Tagen kann man den Blick über die mittelhessische Wetterau bis in den Taunus, ins Lahntal und zum Vogelsberg schweifen lassen. Vor allem Radler und Wanderer nutzen den Ort als Rastplatz auf ihrem Weg entlang dem Obergermanisch-Raetischen Limes, der etwa 550 Kilometer lang ist. Rund acht Kilometer verlaufen dabei auf Pohlheimer Gebiet.</div><div>&nbsp;</div><h3>Die Geschichte der Grüninger Warte</h3><div>Heute trägt die Grüninger Warte den Titel „Schutzwürdiges Kulturgut“ der Haager Konvention. Wilhelm Moritz zu Solms-Braunfels erbaute sie 1713 nach Vorbild einer Kappenwindmühle holländischer Art. Die alte Mühle, die man im Volksmund liebevoll „Hoinkdebbe“ (Mustopf) nennt, war nur etwa 80 Jahre lang in Betrieb.</div><div>Ihr richtiger Name geht weit zurück in das 18. Jahrhundert: Die Bezeichnung „auf der Worth“, die sich in älteren Aufzeichnungen findet, lässt darauf schließen, dass im Mittelalter an dieser Stelle vermutlich eine Warte stand, also ein Turm als Teil einer Grenzbefestigung. Der Limes gehört seit 2005 zum UNESCO-Welterbe. Nicht nur ein großartiger Blick – auch ein starkes Stück Geschichte, die Grüninger Warte!&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><h3>Grüninger Warte: hinkommen und raufkommen</h3><div>Eine ausgeschilderte Asphaltstraße am Ortsrand von Grüningen führt in Richtung Watzenborn und hinauf zur Warte. Parkmöglichkeiten gibt es an der Warte.&nbsp;</div><div>Der Turm ist in der Regel jederzeit zugänglich. Feste Öffnungszeiten gibt es keine.</div>