Hindu-Tempel, Hamm

Wellblech und Beton dominieren die Industriearchitektur des Gewerbegebiets in Hamm-Uentrop. Mit Ausnahme eines einzigen exotischen Farbtupfers, denn genau hier steht ein Hindu-Tempel. 1985 verschlug es einen Priester auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg von Sri Lanka nach Hamm. Vier Jahre später richtete er einen Andachtsraum im Keller seiner Mietwohnung ein, der die wachsenden Pilgermassen aber schon bald nicht mehr fassen konnte. Der Priester sammelte in ganz Europa Spenden, mit denen er schließlich im Gewerbegebiet ein vergleichsweise günstiges, großes Grundstück kaufen und mit dem Bau beginnen konnte. Heute bietet der Flachbau mit der rot-weiß gestreiften Fassade, vielen Götterfiguren und Ornamenten Platz für zahlreiche Besucher: 700 Quadratmeter umfasst der Innenraum. Damit ist der Hindu-Tempel der größte auf dem europäischen Festland.