Frankfurter Paulskirche

<div>In der Frankfurter Innenstadt liegt ein Wahrzeichen der Mainmetropole: der Paulsplatz mit der Paulskirche. Die Paulskirche ist ein geschichtsträchtiges Denkmal, denn einst tagte in dem roten Sandsteingebäude das erste frei gewählte Parlament.<br><br><strong>Symbol für die Demokratie</strong><br>Baubeginn der Paulskirche war bereits 1789, aber erst 1833 wurde sie als evangelische Kirche eingeweiht. Der Saal im Inneren des elliptischen Baus gehörte zu den größten und modernsten in Frankfurt. Deshalb wählte ihn die erste deutsche Nationalversammlung 1848 als Versammlungsort. Fortan debattierten die ersten gewählten Volksvertreter in der Paulskirche über eine deutsche Verfassung. Zwar scheiterte die Nationalversammlung 1849, aber die von den Abgeordneten der Nationalversammlung aufgestellten Grundrechte dienten unserem heutigen Grundgesetz als Vorbild.&nbsp;<br><br><strong>Die Paulskirche erlebt einen Neuanfang&nbsp;</strong><br>Wie zu ihren Anfangszeiten wurde die Paulskirche nach dem Ende der Nationalversammlung wieder als Kirchengebäude genutzt. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte dann ein Bombenangriff<br>die Kirche bis auf ihre Grundmauern. Nach dem Kriegsende wurde die Paulskirche als erstes historisches Gebäude der Stadt wiederaufgebaut. Und an einem symbolischen Datum wiedereröffnet: genau 100 Jahre nach dem Einzug des ersten deutschen Parlaments am 18. Mai erstrahlte die Paulskirche 1948 in neuem Glanz. Heute finden in der Paulskirche kulturelle und politische Veranstaltungen statt. In der Wandelhalle widmet sich etwa die Ausstellung „Die Paulskirche. Symbol demokratischer Freiheit und nationaler Einheit“ den Anfängen der ersten deutschen Demokratie und es gibt wechselnde Sonderausstellungen.</div>