Am Leinpfad in Duisburg-Ruhrort

<div>„Tatort“-Stadt, Schwerindustrie-Standort, Kulturhauptstadt: In Duisburg wird der Begriff Industriekultur mit Leben gefüllt. Besonders deutlich erfährt man das im Stadtteil Ruhrort.&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>Duisburg-Ruhrort: Eingefleischte Fans wissen, dass so nicht nur ein Stadtteil in der niederrheinischen Industriemetropole heißt, sondern auch der erste Schimanski-„Tatort“ 1981 unter diesem Titel lief. Die Filmfigur gehört zu Duisburg wie der Hafen: 2014 hat man ihr zu Ehren sogar einen bis dahin unbenannten Weg, der vom Leinpfad abgeht, Horst-Schimanski-Gasse getauft. Seitdem der von Götz George dargestellte Kultkommissar im Milieu von Hafen und Schwerindustrie ermittelt hat, hat Ruhrort sich verändert: Das Gebiet ist zum Dienstleistungsstadtteil geworden, das attraktiven Wohnraum bietet.&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>Aller Veränderung zum Trotz drückt die Schifffahrt dem Stadtteil immer noch ihren Stempel auf. Die Kulisse im größten Binnenhafen Europas beeindruckt damals wie heute Besucher und Einheimische. Mit einer&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/west/duisburg/leinpfad-in-duisburg-ruhrort-am-vinckekanal">„Autobahn für Schiffe“</a>&nbsp;vergleicht es mobil-Leser Peter Hionsek, der hier gern auf Tuchfühlung mit den schwimmenden Transportern geht. Das kann man am Leinpfad vor dem Vinckekanal richtig gut. Einige Lokale, die Galerie „Ruhrart“ und ein Museumsschiff werten die Promenade zusätzlich auf.&nbsp;</div><h3>Lebendige Kultur in Duisburg-Ruhrort</h3><div>Einen richtigen Schub hat die Stadt Duisburg im Jahr 2010 erfahren, als sich das Ruhrgebiet als europäische Kulturhauptstadt präsentierte. Damals wurde hier am Leinpfad die Freiluftgalerie „Aufnachtschicht“ mit Motiven aus dem&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/west/duisburg/duisburger-innenhafen">Duisburger Hafen&nbsp;</a>eröffnet, die seither im Zwei-Jahres-Takt mit neuen Bildern bestückt wird. Den historischen Stadtteil kulturell zu beleben hat sich auch die Bürgerinitiative „Kreativquartier Ruhrort“ zur Aufgabe gemacht. Zu ihren auffälligsten Aktionen zählt der „Lebendige Adventskalender“. Vom 1. bis zum 23. Dezember öffnet jeden Abend ein anderes Haus im Stadtteil seine Tür, um etwa eine Viertelstunde lang Theater, Gesang oder Gedichte darzubieten. Von Wohnhaus bis Friseurladen reichen dabei die Spielstätten.</div><div>&nbsp;</div><div>Damit auch immer mehr Besucher den Weg durch den einzigartigen Industriekulturstandort finden, wurde im Frühling 2016 eine 47 Kilometer lange Radroute eröffnet, die durch den Duisburger Hafen führt. Entlang der Strecke befinden sich elf Stationen, die die Geschichte des Hafens nachzeichnen. Eine davon steht am Leinpfad vor der Schifferbörse.</div>