Rheinpark Golzheim, Düsseldorf

<div>Zwar taucht der Rheinpark Golzheim in der Liste der Sehenswürdigkeiten in&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/west/duesseldorf">Düsseldorf</a>&nbsp;nicht unbedingt ganz oben auf. Aber wer erleben möchte, wie lebendig sich die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt bei schönem Wetter zeigt, der sollte ein bisschen Zeit auf dem großzügigen Grün auf der rechten Rheinseite, zwischen Theodor-Heuss-Brücke und Oberkasseler Brücke, einplanen. Wer sich dem Rheinpark aus der Altstadt nähert, der kommt zuerst an den von den Toten Hosen besungenen Rheinterrassen vorbei. Gleich nebenan versammeln sich im Sommer Filmfans beim Open-Air-Kino. Dahinter erstrecken sich insgesamt 24 Hektar Grünfläche, eingefasst von einer Uferpromenade auf der einen und einer Kastanienallee auf der anderen Seite – der Rheinpark im Stadtteil Golzheim.</div><div>&nbsp;</div><div>Wenn es das Wetter zulässt, nutzen die Düsseldorfer den Rheinpark zum Sonnenbaden, Picknicken, Grillen sowie als Spiel- und Liegefläche. Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht auf die Silhouette der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt, für Düsseldorf-Besucher ein Pflichtfoto. Im Frühjahr drängt sich einem im Rheinpark jedoch noch ein anderes Motiv vor die Linse: Ein Teppich aus blauvioletten Krokussen zieht sich parallel zur Cecilienallee. 2008 pflanzte der Verein „Pro Düsseldorf“ hier fünf Millionen Krokuszwiebeln. Die Verschönerungsaktion nennt sich&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/west/duesseldorf/das-blaue-band-in-duesseldorf">„Das Blaue Band“</a>&nbsp;und hat sich seither in viele weitere Stadtbereiche Düsseldorfs ausgedehnt. An schönen Sommerabenden wiederum überwiegt die Farbe Gold, wenn die Sonne den&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/west/duesseldorf/rheinufer-duesseldorf">Rhein</a>&nbsp;in einen glänzenden Strom verwandelt, ein perfekter Zeitpunkt für einen Spaziergang entlang des Robert-Lehr-Ufers, wie die Promenade heißt. &nbsp;</div><h3>Sturm zerstört Bäume im Rheinpark</h3><div>Dort, wo es heute blüht und leuchtet, war es vor 150 Jahren noch nass und sumpfig. Der Rheinpark war im 19. Jahrhundert als Golzheimer Insel für seinen feuchten Untergrund bekannt. Für eine große Gewerbeschau im Jahr 1902 wurde das Gebiet aber trockengelegt und aufgeschüttet. Nachdem sich Phasen der Kurzzeitbebauung und Grünnutzung abwechselten, erhielt der Park in den 1920er Jahren sein bis heute erhaltenes Aussehen, das durch die von Kastanien gesäumte Cecilienallee und mehrere Baumgruppen bestimmt sein sollte. Wer heute entlang der Promenade flaniert, dem fallen allerdings eher Lücken in den Baumreihen auf. Bei einem verheerenden Sturm im Frühsommer 2014 wurden 40 Prozent der Bäume im Rheinpark zerstört. Die Liebe der Düsseldorfer zu ihrem Rheinpark zeigte sich, als sie über eine halbe Million Euro für die Wiederaufforstung spendeten und mittlerweile ein Großteil wieder angepflanzt wurde.</div><div>&nbsp;</div><div>Übrigens: Am 29. Juni startet die Tour de France in Düsseldorf. Am Rheinpark werden dann Fans die Profis anfeuern. Und die 1. Etappe der Tour können Radfahrer schon jetzt durch Düsseldorf radeln.</div>