Walhalla, Donaustauf

<div>Walhalla – in der germanischen Mythologie bedeutet der Begriff die letzte Ruhestätte im Krieg gefallener Kämpfer. Mit der 1842 eröffneten Walhalla in Donaustauf bei Regensburg setzte König Ludwig I. von Bayern den Kämpfern für die „teutsche Zunge“ ein Denkmal.&nbsp;</div><div><br></div><div>Genauso sieht die Walhalla auch aus. Äußerlich ähnelt sie einem klassizistischen Tempel. Kein Wunder, denn der Architekt Leo von Klenze orientierte sich für den Marmorbau am Parthenon auf der Athener Akropolis. Die Walhalla – 125 Meter lang und 55 Meter hoch – thront förmlich über dem Donautal bei Donaustauf unweit der Stadt Regensburg. Von Architekt Leo von Klenze stammt übrigens auch die Ruhmeshalle in München sowie die Befreiungshalle in&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/sued/altmuehltal/kehlheim">Kehlheim</a>.</div><div><br></div><div>Vor allem im Sommer lohnt sich ein Besuch der Walhalla, denn dann hebt sich der weiße Marmorbau besonders majestätisch vom satten Grün der Umgebung ab. Eine großzügige Treppe führt direkt ans Wasser – hier legen Donau-Ausflugsschiffe an, mit denen man von Regensburg direkt zur Walhalla schippern kann.</div><div><br></div><h3>Die Walhalla: äußere und innere Werte</h3><div><br></div><div>Der Besuch der heiligen Hallen kostet Eintritt. Das Gelände um die Walhalla jedoch steht jedem offen. Die Außenansicht der Walhalla allein ist einen Besuch wert. Die Fassade des monumentalen Baus schmückt ein aufwendiges Fries von Martin von Wagner. Dieses erzählt die Geschichte der Germanen und bildet zum Beispiel die Schlacht im Teutoburger Wald ab.</div><div><br></div><div>Im Inneren der Walhalla reihen sich Büsten und Gedenktafeln für Personen wie Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe, aber auch für besondere Handlungen wie etwa dem Rütlischwur. Bei Eröffnung wurden 96 Büsten und 64 Tafeln ausgestellt. Inzwischen ist das Denkmal auf 130 Büsten und 65 Gedenktafeln angewachsen. Seit 1962 ergänzt man die Exponate alle fünf bis sieben Jahre. Die Auswahl erfolgt durch den bayerischen Ministerrat auf Empfehlung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.</div>