Dom, Freising

<div>Der Dom in Freising thront auf dem Domberg, 30 Meter hoch über der 45.000-Einwohner-Stadt im Norden&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/sued/muenchen/muenchen">Münchens</a>: der römisch-katholische Dom St. Maria und St. Korbinian. Über 1000 Jahre lang war der Dom von Freising Bischofssitz, ehe er diese Rolle mit der Gründung des Erzbistums München und Freising an die&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/sued/muenchen/muenchen-sonnentor-und-frauenkirche">Frauenkirche</a>&nbsp;abgeben musste und zur sogenannten Konkathedrale wurde. Das heutige Kirchengebäude hat seinen Ursprung im 12. Jahrhundert und wurde im Lauf der Zeit durch gotische und Rokoko-Elemente verändert und geprägt. Am beeindruckendsten sind die Fresken der berühmten Kirchenmaler Gebrüder Asam und das von Peter Paul Rubens geschaffene Bild am Hochaltar mit dem Titel „Das apokalyptische Weib“. Das Original ist allerdings in der Alten Pinakothek in München untergebracht, im Freisinger Dom befindet sich eine Kopie.&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>Dass der Dom in Freising gleich zwei Patrone hat, liegt daran, dass der allererste Bau am Domberg bereits zu Ehren der heiligen Maria als Mariendom errichtet wurde. Der heilige Korbinian wiederum hat um 700 in Freising den christlichen Glauben gepredigt, war dort Bischof und ist auch Schutzpatron der Stadt Freising. In jüngerer Vergangenheit war es vor allem Papst Benedikt XVI., der im Zusammenhang mit der Kirche häufiger genannt wurde: Er wurde hier zum Priester geweiht.</div><h3>Legenden aus dem Dom von Freising</h3><div>Die Malereien und Steinmetzarbeiten im Dom von Freising sind nicht nur kunsthistorisch wertvoll, um manche von ihnen ranken sich auch Legenden. So ist im südlichen Seitenschiff der Kirche eine Grabplatte mit einer männlichen Figur zu sehen, die den Namen Otto Semoser preisgibt. Dieser soll im 13. Jahrhundert gelebt haben und der Pförtner am Domberg gewesen sein. Er kümmerte sich aber nicht nur um die Tore zur Kirche, sondern auch um die Notleidenden im Ort, denen er immer wieder zu essen und zu trinken brachte. Das gefiel dem amtierenden Bischof Gerold gar nicht, weshalb er es ihm untersagte. Semoser aber ignorierte das Verbot. Als er eines Tages wieder Brote unter seinen Kleidern versteckte, um sie zu den Hungernden zu bringen, erwischte ihn der Bischof. Er zwang Semoser, den Mantel zu öffnen. Doch die Brote hatten sich zu Steinen verwandelt, weshalb der Bischof das Verbot für den rechtschaffenen Pförtner wieder aufhob.</div>