Die Zugspitze

<div>Die Zugspitze Wer war denn schon „Top of Germany“, oben auf der Zugspitze? Hand hoch! Ich! Wer abenteuerlustig ist und keine Höhenangst hat, bleibt bis Eibsee in der Bahn und wechselt dort auf die spektakuläre Eibsee-Seilbahn über dem wildromantischen Eibsee. Das ist eine der erlebnisreichsten Fahrten in einer voll besetzten Gondel über der Tiefe auf die Höhe zu schweben. Zweimal gleitet die Gondel an einem Mast vorbei - man glaubt, sie rammt ihn, nein, sie stoppt kurz, das Gefühl des Fallens geht schrecklich in den Magen, ein unbestimmtes Grummeln ist aus allen Mündern zu hören, aber dann wieder ein Aufatmen, und ruhig geht die Fahrt weiter. Man sieht die Seile, aber wohin führen sie? Nur schroffe Felsspitzen und weiße Wand vor einem in weiter Ferne. Ah, da kommt einem eine Seilbahn entgegen. Gegenverkehr. Das macht Mut, sie hat es doch auch geschafft, den Zugspitz-Gipfel zu erklimmen. Warum also noch Angst haben. Aber das Herz rast und will sich nicht beruhigen. Wohin führen die Seile, noch immer nicht sieht man ein Ende. Aber dann entdeckt man zwei kleine dunkle Löcher im Fels. Da hinein passt niemals eine Gondel! Doch dann vergrößern sich die schwarzen Löcher und geben die Einfahrt frei. Ein paar Rucke noch, bis die Gondel ihren festen Platz gefunden hat, und die Reisenden sind erlöst. Das Ganze dauert nur zehn Minuten, und doch kommt einem die Prozedur wie eine Ewigkeit vor. Das gewaltige Panorama entschädigt. Ungezählte Bergspitzen leuchten im gleißenden Sonnenlicht.</div>