Bavaria auf der Theresienwiese, München

<div>Über 18 Meter hoch, 87 Tonnen schwer und in Begleitung eines Löwen: So wacht die Bavaria über die Theresienwiese in&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/sued/muenchen">München</a>&nbsp;– und ganz Bayern. Seit 1850 steht die Bronzestatue der Landespatronin vor der Ruhmeshalle, wo die Büsten bedeutender Bayern von Carl Orff bis Albrecht Dürer untergebracht sind. Ihnen zu Ehren hält die Bavaria einen Eichenkranz in ihrer linken Hand.</div><div>&nbsp;</div><div>Nicht nur während des&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/sued/muenchen/muenchen-auf-der-wiesn-3teil">Oktoberfests</a>&nbsp;ist die Bavaria ein beliebter Treffpunkt der Münchner. Während der „kleinen Wiesen“ im Frühjahr versammeln sich Oldtimer zur großen Schau, im Sommer verabreden sich viele bei der Landespatronin, um im nebenan gelegenen Biergarten im Bavariapark den Tag ausklingen zu lassen und im Winter rodeln Kinder die Hänge neben der Ruhmeshalle zur Bavaria hinunter.</div><h3>Der Schöpfer der Bavaria</h3><div>Erschaffen wurde die Bavaria von einem Bildhauer, der aus dem heutigen Oberösterreich kommt: Ludwig Michael von Schwanthaler wurde vom damals amtierenden König Ludwig I. von Bayern verehrt und finanziell unterstützt. Er entwarf die Bavaria, die als größter Bronzeguss der Welt gilt, errichtet und enthüllt wurde sie aber erst nach seinem Tod. Schwanthaler starb zwei Jahre vorher. Die Münchener waren so beeindruckt von dem Werk, dass sie dem Künstler zu Ehren den 8. Stadtbezirk von Sendlingerhöhe in Schwanthalerhöhe umtauften.&nbsp;</div><h3>Begehbare Bavaria</h3><div>Doch nicht nur an, sondern auch in der Bavaria tummeln sich Menschen: Von April ibs Oktober kann man die Bavaria gegen eine geringe Eintrittsgebühr betreten. Über eine Wendeltreppe gelangen Besucher in den Kopf und zu einer Plattform, von wo aus vier Öffnungen die Sicht auf die Theresienwiese freigeben. Ein anderer Körperteil der Bavaria wurde als Sonderedition für ausgewählte Prominente des 19. Jahrhunderts hergestellt: der 30 Zentimeter lange kleine Finger wurde mehrfach in Bronze gegossen und als Biergefäß – Fassungsvermögen drei Liter – verschenkt.</div>