Schwetzingen Schlossgarten

<div>Der Schlossgarten Schwetzingen ist ein beliebtes Ausflugsziel und bietet den Besuchern beim langen Spaziergang 5 Kilometer Genuss (ohne Eintritt-Gebühr). Kurfürst Carl Theodor, Nachfolger von Carl Philipps, ließ den Garten der Sommerresidenz zunächst im französischen Barockstil erweitern. Hofgärtner Johann Ludwig Petri entwarf 1753 das Parterre inmitten eines kreisförmigen Raumes, der durch Zirkelgebäude und Laubengänge gefasst wurde. Die vom Schloss nach Westen verlaufende Hauptachse wurde aufwendig mit Blumenrabatten, Wasserspielen und Heckenzonen geschmückt. Faszinierende Verbindung von Orient und Okzident. Nicolas de Pigage errichtete die Moschee mit ihrem Zentralbau, den beiden Minaretten und Gebetsgängen zwischen 1779 und 1795. Als Vorbild für diese außergewöhnliche Gartenarchitektur dienten neben der Gartenmoschee von William Chambers in Kew Gardens in London vor allem Entwürfe von Johann Fischer von Erlach. Faszinierend ist die Kombination abendländischer und orientalischer Architektursprache. So finden sich barocke Kuppel, spitzbogige Fenster und Rundbogenarkaden neben Minaretten, Pavillons und Halbmonden. Darüber hinaus zeigte sich der Landesherr auf der Höhe der Zeit: Der in England auf Kosten des Kurfürsten ausgebildete Gartenkünstler Friedrich Ludwig von Sckell realisierte in Schwetzingen einen der ersten englischen Landschaftsgärten in Deutschland. Im Sommer finden Konzerte im Schloss und Schloss-Garten statt, die Künstler z.B. Dieter Thomas Kuhn und andere wollen auch bezahlt werden, das kostet Eintritt.&nbsp;</div>