Braunkohlerevier, Lausitz

Nach Nordrhein-Westfalen ist Brandenburg das bedeutendste deutsche Braunkohleförderland. Im Süden Brandenburgs und im Nordosten Sachsens liegt das Lausitzer Braunkohlerevier. Hier lagern rund zwölf Tonnen des fossilen Brennstoffs. Mit der im Tagebau geförderten Kohle werden verschiedene Kraft- und Heizkraftwerke versorgt. Mehr als die Hälfte des Stroms, der innerhalb der Lausitz aus dem Naturprodukt gewonnen wird, wird an Kunden außerhalb Brandenburgs verkauft und stellt dadurch eine wichtige Einnahmequelle dar. Darüber hinaus hängen in dem Bundesland rund 16.000 Arbeitsplätze von der Braunkohleindustrie ab. Dennoch leisten Umweltorganisationen, Bauernverbände und Bewohner der entsprechenden Regionen Widerstand gegen den Tagebau und die klimaschädlichen Auswirkungen von Braunkohle als Energieträger. Optisch zeugen im Lausitzer Braunkohlerevier die ockergelben Wüstentäler von der Arbeit der Schaufelradbagger.