Boden-Geo-Pfad, Baruth

<div>Etwa 40 Kilometer südlich von Berlin liegt die Stadt Baruth/Mark. Das sich um die Stadt herum ausbreitende 30.000 Hektar große Baruther Urstromtal ist einen Besuch wert. Mitten in der durch Eiszeit-Schmelzwasser entstandenen Landschaft schlängelt sich der Boden-Geo-Pfad um die Sperenberger Gipsbrüche und die Klausdorfer Tongruben. Auf dem 16 Kilometer langen Lehr- und Lernpfad durch die einzigartige Brandenburger Landschaft erfahren Besucher auf Hinweistafeln alles Wissenswerte über die Geschichte des Urstromtals, die Besonderheit der Böden und die teils sehr seltene Pflanzen- und Tierwelt.&nbsp;</div><div><br></div><h3>Das Baruther Urstromtal steckt voller Besonderheiten</h3><div>Den besten Überblick über die Landschaft um Baruth hat man vom Aussichtsturm auf dem Gipsberg (Sperenberg). Den Kernbereich des Boden-Geo-Pfads bilden die Sperenberger Gipsbrüche. Eine geologische Besonderheit ist der hier liegende Salzstock Sperenberg. Er zählt zu den wenigen in Deutschland, der die Oberfläche durchbrochen hat und somit zu sehen ist. Zudem können Besucher hier das ehemals tiefste Bohrloch der Welt bestaunen.</div><div><br></div><h3>Baruth – einst industrieller Knotenpunkt&nbsp;</h3><div>Der zweite Bereich des Boden-Geo-Pfads sind die sogenannten Klausdorfer Tongruben. Auf dem etwa 4,5 Kilometer langen Weg erfährt man alles über die Gewinnung von Ton und den Ziegelboom ab 1870. Die Strecke, die man zu Fuß, teilweise auch mit dem Fahrrad zurücklegen kann, führt durch Wälder und an kleinen Seen in den Lehmtagebaurestlöchern vorbei. Man sieht verschiedene Stationen der Ziegelindustrie und deren industriearchitektonische Reste und kann nur erahnen, welche Bedeutung Baruth und den Nachbarstädten einst zukam. &nbsp;</div><div><br></div><div>Wer sich näher dazu informieren will, macht am besten einen Abstecher in die Baruther Glashütte, ein Museumsdorf, das neben der Glasproduktion auch eine Filzerei und eine Tontöpferei beherbergt.&nbsp;</div><div><br></div>