Moritzburg Leuchtturm Fasanenschlösschen

<div>Ein Besuch beim Fasanenschlösschen in Moritzburg kommt einer Zeitreise gleich. Fast märchenhaft wirkt das Schloss mit seinem Miniaturhafen und dem Leuchtturm. Das ist auch bewusst so gewählt, denn die Anlage sollte eine bestimmten Seeschlacht in Erinnerung rufen: den großen Kampf bei den Dardanellen im Jahr 1770, als die russische Flotte der Kaiserin Katharina die Große das Marineheer der Türken in der Meerenge besiegte. In Europa wurde der Ausgang der Schlacht gewürdigt – und die Flotten mithilfe von Holzfregatten nachempfunden.&nbsp;</div><h3>Barockes Jagd- und Lustschloss&nbsp;</h3><div>Verschiedene Architekturstile kommen in dem Fasanenschlösschen in Moritzburg zusammen. Vor allem August der Starke prägte den architektonischen Baustil der Anlage. 1723 begann er, die Anlage von einem Renaissancebau mehr zu einem barocken Jagd- und Lustschloss umzubauen. Der Kurfürst wollte seine Feste prunkvoll inszenieren und dafür ein passendes Anwesen kreieren. Im Jahr 1728 ließ August der Starke auch den Grundstein für den Rokokobau legen. Nach dem Tod des Kurfürsten blieb die Anlage allerdings lange Zeit unbenutzt, bis sie 1800 ein Urenkel des Kurfürsten weiter ausbaute. Das Fasanenschlösschen, der Hafen und der Leuchtturm kamen hinzu.&nbsp;</div><h3>August der Starke und seine Sammelleidenschaft&nbsp;</h3><div>Heute können Interessierte in der Anlage Barock- und Porzellanausstellungen besuchen und erhalten so einen Eindruck von der Sammelleidenschaft des Kurfürsten. Die Ausstellung im Porzellanquartier zeigt deutlich, wie sehr August der Starke das „weiße Gold“ liebte. Beeindruckend sind außerdem die Jagdtrophäen, die ebenfalls im Schloss Moritzburg zu finden sind.&nbsp;</div>