Frauenkirche, Dresden

Die Frauenkirche in Dresden ist nicht nur einer der touristischen Höhepunkte der Stadt, sondern auch von großer historischer Bedeutung. Der 92 Meter hohe Kuppelbau auf dem Neumarkt wurde zwischen 1726 und 1743 von dem Architekten George Bähr errichtet. Die Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg überstand die Frauenkirche allerdings nicht: Am 15. Februar 1945 stürzte die Sandsteinkuppel in sich zusammen. Bis zur Wende galt die Ruine mit ihren zwei aufragenden Mauerteilen und dem Steinhaufen dazwischen als Mahnmal gegen den Krieg. Im Jahr 1993 begannen dann die archäologischen Arbeiten und der durch Fördervereine und Spender aus aller Welt finanzierte Wiederaufbau, der zwölf Jahre später abgeschlossen wurde. 2005 wies der damalige Bundespräsident Horst Köhler in seiner Festansprache ausdrücklich auf die Funktion der Frauenkirche als Sinnbild für bürgerliche Freiheit und die deutsche Einheit hin. Das Dresdner „Symbol des Friedens“ feierte 2015 sein zehnjähriges Weihejubiläum.