Stößerfelsen- / Sophienstein-Rundweg, Olbernhau

<div>Wandern auf den Spuren der Silberverarbeitung: Möglich ist das auf dem Rundwanderweg zum Stößerfelsen und zum Sophienstein in der Nähe der sächsischen Stadt Olbernhau. Olbernhau liegt „mitten im Erzgebirge“, wie der Stadtslogan verrät und trägt den Beinamen „Die Stadt der sieben Täler“: Unweit der deutsch-tschechischen Grenze schlängelt sich die Flöha durch sieben Täler – und fließt durch die Stadt mit knapp 10.000 Einwohnern.&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>Etwa fünf Kilometer vor der Stadt liegt der Stößerfelsen-/Sophienstein-Rundwanderweg. Er ist etwa siebeneinhalb Kilometer lang und führt überwiegend durch beeindruckende und ruhige Natur, vorbei an grünen Wiesen und durch dichte Wälder. Auf der Strecke legt man rund 450 Höhenmeter zurück. Je nach Fitness und Anzahl der Pausen schafft man den Rundwanderweg in ungefähr zweieinhalb Stunden. Die Streckenwege sind gut ausgebaut und eignen sich daher auch für Anfänger und weniger erfahrene Wanderer.&nbsp;</div><h3>Von Olbernhau direkt in die Natur</h3><div>Wer mit dem Auto zum Rundwanderweg zum Stößerfelsen anreist, parkt am besten am Wanderparkplatz Saigerhüttengelände. Wer lieber den Zug nimmt, fährt bis zum Bahnhof Grünthal und kann von dort zu Fuß bis zum Wanderparkplatz, dem Ausgangspunkt des Rundwanderwegs, laufen.&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>Vom Wanderparkplatz aus führt der Europäische Fernwanderweg in Richtung Pföbe, der nach kurzer Zeit auf den Kammweg mündet. Über diesen und den daran anschließenden Stößerfelsenweg geht es bergauf zum Rast- und Aussichtspunkt Stößerfelsen. Auf einer Höhe von 638 Metern lohnt es sich, eine Pause einzulegen: Hier blickt man ins nur wenige Kilometer entfernte Brandow – das in Tschechien liegt. Frisch gestärkt geht es dann weiter auf dem Rundwanderweg Richtung Sophienstein, von wo aus man einen tollen Blick über das Tal des Flusses Natzschung hat, der die natürliche Grenze zwischen Deutschland und Tschechien bildet.&nbsp;</div><h3>Saigern in Olbernhau</h3><div>Olbernhau ist bekannt für seine Büchsenmacherei sowie die Buntmetallverarbeitung. Noch heute zeugt davon das Saigerhüttengelände. Die Saigerhütte wurde im Jahr 1537 errichtet. Ursprünglich sollte dort Silber aus Schwarzkupfer geschmolzen werden, man nutzte die Anlage aber relativ schnell zur Saigern – einem damals revolutionären Schmelzverfahren zur Entsilberung von Rohkupfer.&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>Bis heute sind die mehr als 20 historischen Gebäude zum größten Teil sehr gut erhalten und gelten als weltweit einmaliges Denkmal der Verhüttung im Saigerverfahren. Zudem bewirbt sich Olbernhau mit dem Saigerhüttengelände auf die Anerkennung zum UNESCO-Welterbe „Montanregion Erzgebirge“.</div>