Kirschblütenallee, Berlin

<div>Als Zeichen der Freude über das Ende der deutschen Teilung bekam Berlin ein besonderes Geschenk aus Japan: 2000 Kirschbäume. Die Hälfte davon wurde an der Kirschblütenallee in Lichterfelde-Süd/Teltow gepflanzt, wo sie im Frühling für eine traumhafte Kulisse sorgt.</div><div>&nbsp;</div><div>Dort, wo bis 1989 eine Mauer Westberlin von der damaligen DDR trennte, sieht man heute nur rosa: Aus Freude über den Fall der Mauer hat der japanische Fernsehsender TV Asahi zu einer Spendenaktion aufgerufen, aus deren Erlös Kirschbäume für Berlin gespendet wurden. Etwa 1000 davon wurden hier an der Kirschblütenallee am südlichen Stadtrand von Berlin gepflanzt. Im April und Mai blühen diese für zwei bis drei Wochen und verwandeln den ehemaligen Todesstreifen in eine eindrucksvolle Blütenpracht, die vor Farbe und Energie nur so strotzt. Für m<a href="Link: https://mobil.deutschebahn.com/region/ost/havelland/kirschbluetenallee-auf-dem-berliner-mauerweg">obil-Leserin Brigitte Forth ist der Spazierweg dann ihr liebstes Stück Deutschland</a>.&nbsp;</div><h3>Blühende Etappe auf dem Mauerweg</h3><div>Die Kirschblütenallee markiert die Grenze zwischen dem Berliner Stadtteil Lichterfelde Süd und der Stadt Teltow. Sie ist Teil des beliebten&nbsp;<a href="https://www.berlin.de/mauer/mauerweg/">Berliner Mauerwegs</a>, der auf 160 Kilometern den Verlauf der ehemaligen DDR-Grenzanlagen nachzeichnet. Seine 14 Etappen sind bei Radfahrern wie Spaziergängern beliebt, weil sie neben Gedenk- und Erinnerungsplätzen auch landschaftlich reizvolle Ansichten bieten, zu denen auch die Kirschbäume gehören. Im Frühling beeindrucken aber nicht nur die Blüten, sondern auch die vielstimmigen Vogelkonzerte.</div><h3>Kirschblütenfest „Hanami“ in Berlin</h3><div>Seit dem Jahr 2001 wird am letzten Sonntag im April in Teltow das traditionelle Kirschblütenfest „Hanami“ gefeiert, was übersetzt so viel wie „Blütenschau“ bedeutet. Dann laden verschiedene Teltower Institutionen zu einem Fest der Kulturen an der Kirschblütenallee, dessen völkerverbindender Charakter im Vordergrund steht. Bei freiem Eintritt können Besucher regionale wie japanische Spezialitäten probieren, deutsch-japanischen Chören zuhören, Tanzdarbietungen verfolgen und vieles mehr.</div><div><br></div><div>Die Mehrzahl der vor über 25 Jahren gespendeten Kirschbäume blüht hier. Von den 2.000 gespendeten Bäumen wurden auch einzelne in der Berliner Innenstadt gepflanzt, etwa an der&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/ost/berlin/berlin-d529e84c-f034-4d6b-b605-62dabb02620e">East Side Gallery</a>. Heute wird die Zahl der aus der Spendenaktion entstandenen japanischen Kirschbäume in Berlin auf etwa 10.000 geschätzt.</div>