Havelufer, Berlin

<div>„Als ich neulich nach dem Springsteen-Konzert im Olympiastadion auf dem Heimweg von der lauten Heerstraße links abbog und hinunter zur Havelchaussee radelte, klingelten mir noch die Ohren. Ich hatte an der Tankstelle ein Fahrbier geholt, die Sommernacht war mild, ich fuhr einige Kilometer auf der zu dieser Zeit nicht mehr von Autos befahrenen Uferstraße entlang. Dann machte ich eine Pause und setzte mich ans Wasser. Schwein, Fuchs, Hase und wer sonst noch immer gingen um mich herum ihren Dingen nach. Ich schaute auf die stille Wasserfläche, nahm einen Schluck und dachte, everybody has a hungry heart.“</div><div>&nbsp;</div><div>Matthias Brandt, 1961 in West-Berlin geboren, ist ein deutscher Schauspieler. Seine Eltern sind der ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt und dessen zweite Frau Rut Brandt. Als Sohn des Kanzlers hasste es Matthias Brandt früher, im Mittelpunkt zu stehen. Nach seiner Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover war Brandt 15 Jahre lang Theaterschauspieler, unter anderem am Schauspielhaus Bochum und am Nationaltheater Mannheim. Im Jahr 2003 begann seine Fernsehkarriere mit der Rolle des DDR-Spions Günter Guillaume in Oliver Storz’ „Im Schatten der Macht“. Im Polizeiruf 110 spielt er seit 2011 den Wahlmünchner und Kommissar Hanns von Meuffels.&nbsp;<br><br>Für seine Leistungen erhielt der Schauspieler viele Preise: jeweils einen Grimme-Preis für die Rollen in „Die zweite Frau“ und „Arnies Welt“, den Bayerischen Fernsehpreis, den Bambi und die Goldene Kamera. Im Jahr 2013 wird ihm der Deutsche Fernsehpreis als bester Schauspieler für vier Filme verliehen: Für die Rolle des Oberst Klein im Dokudrama „Eine mörderische Entscheidung“, den Film „Verratene Freunde“ und seine Darstellungen des Kommissars Hanns von Meuffels im „Polizeiruf 110: Der Tod macht Engel aus uns allen“ und „Polizeiruf 110: Fieber“.&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div> Literaturfans, aufgepasst: Im Herbst 2016 erschien Brandts Kurzgeschichtenroman „Raumpatrouille“.</div>