Brandenburger Tor, Berlin

<div>Kein anderes Bauwerk hat so viele historischen Wendungen erlebt wie das Brandenburger Tor: Über Jahrzehnte hinweg galt es als Mahnmal der Teilung und wurde dann Zeichen der deutschen Einheit. Seine Geschichte ist damit so facettenreich wie der Bau selbst. &nbsp;<br><br><strong>Ein würdiger Abschluss der Prachtstraße: Unter den Linden</strong><br>König Friedrich Wilhelm II. ordnete den Bau des Brandenburger Tors an, da er sich einen würdigen architektonischen Abschluss der Prachtstraße Unter den Linden wünschte. Der Architekt des Brandenburger Tores war Carl Gotthard Langhans (1732-1808). Bei der baulichen Entwicklung orientierte er sich Langhans am antiken Baustil: Optisch schwebte ihm ein Stadttor von Athen vor. In den Jahren 1788 bis 1791 entstand das Brandenburger Tor.<br><br><strong>Siegesgöttin Viktoria lenkt das Vierergespann&nbsp;</strong><br>Im Jahr 1793 wurde die Quadriga auf das Tor gesetzt. Entworfen hatte sie der Bildhauer Johann Gottfried Schadow (1764-1850). Die Quadriga ist ein Vierergespann nach antikem Vorbild. Sie besteht aus vier Zugpferden, die einen Streitwagen ziehen. Im Wagen steht die Siegesgöttin Viktoria. In ihrer rechten Hand hält sie einen Stab mit Eichenlaubkranz, Eisernem Kreuz und preußischem Adler. In ihrer linken Hand hält sie die Zügel des Streitwagens und lenkt die Pferde.<br><strong><br>Vom Symbol der Trennung zum Zeichen der Wiedervereinigung</strong><br>Am 2. Mai 1945, am Tag der Kapitulation Berlins, hissten sowjetische Truppen die rote Flagge neben den Resten der während des Krieges fast komplett zerstörten<br>&nbsp;Quadriga. Da das Brandenburger Tor auf der sowjetisch besetzten Seite Berlins stand, wurde das Tor zum Symbol der deutschen Teilung zwischen der Sowjetunion und den Alliierten. Diese blieb bis zum Jahr 1989, als die Grenztore in Berlin geöffnet wurden und die Menschen wieder ein- und ausreisen konnten, bestehen. Im Zuge der Wiedervereinigung im Jahr 1990 entwickelte sich das Brandenburger Tor zum Symbol der deutschen Einheit. Heute erstrahlt es restauriert in neuem Glanz.</div>