Skatbrunnen, Altenburg

Die Altenburger sind verrückt nach Skat. Die Leidenschaft geht sogar so weit, dass in Altenburg das weltweit einzige Denkmal für ein Kartenspiel steht. Der Altenburger Apotheker und leidenschaftliche Skatspieler Albert Steudemann sorgte im Jahr 1903 für die Errichtung eines Skatbrunnens. Aus zwei Schweinsköpfen fließt das Wasser, und oben auf dem Brunnen streiten sich die vier Buben um die Rangfolge im Skat. Im Zweiten Weltkrieg wurden diese Figuren aus Bronze sowie die eisernen Gitter rund um den Brunnenplatz eingeschmolzen. Nach Ende des Krieges gründete sich eine Bürgerinitiative, woraufhin die Figuren 1955 nachgegossen und wieder auf dem Brunnen platziert wurden. Unter Skatfreunden glaubt man, dass das Berühren der „Saukopps“ oder eine Kartentaufe im Skatbrunnen Glück bringt – vor allem für die nächste Skatrunde.