Leuchtturm Dornbusch, Hiddensee

<div>Im Internationalen Register der Leuchttürme steht er mit der Ordnungsnummer C 2588, auf der Sehenswürdigkeitenliste von Ostseetouristen ganz oben: der Leuchtturm Dornbusch auf Hiddensee. Auf dem Schluckswiekberg im Norden, mit 72 Metern die höchste Erhebung der autofreien Insel, weist der 28 Meter hohe Klinkerbau Schiffen den Weg um Hiddensee. Das Lichtsignal der Halogenmetalldampflampe mit 2000 Watt strahlt bis zu 45 Kilometer auf die Ostsee hinaus. Seine charakteristische weiße Farbe hat der Leuchtturm erst seit 1995. Davor trug er einen grauen Anstrich. Der letzte Leuchtturmwärter von Hiddensee quittierte übrigens 1991 seinen Dienst.</div><div><br>Alle Wege zum Leuchtturm Dornbusch führen durch das gleichnamige Hochland von Hiddensee, das Teil des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft ist. Vom Örtchen Kloster dauert die Wanderung durch den Dornbusch über den zwei Kilometer langen Leuchtturmweg knapp 25 Minuten. Der von Sanddorn und Schlehen gesäumte Weg ist die schnellste, aber auch steilste und beliebteste Route zum Leuchtturm. Radfahrer müssen ihr Gefährt übrigens spätestens am Aussichtspunkt „Großer Inselblick“ parken. Die letzten Meter zum Leuchtturm sind zu Fuß zurückzulegen.</div><h3>Wanderwege zum Leuchtturm auf Hiddensee</h3><div>Eine andere Wandermöglichkeit ist der westlich gelegene Hochuferweg, bei dem man vor allem durch den Küstenschutzwald läuft. Die Kiefern, Buchen und Ahornbäume geben immer wieder atemraubende Blicke auf die Ostsee frei. Alternativ bietet sich der Weg am Fuß der Steilküste an, über die Hochufertreppe steigt man wieder nach oben zum Dornbusch. Die Route über das ehemalige Fischerörtchen Grieben und die hügeligen Wiesen des Honiggrunds zum Leuchtturm ist bei Hobbyfotografen wegen des Motivreichtums beliebt. Zahlreiche Kühe, Pferde und Schafe grasen auf den Weideflächen. Eine Kombination der vier Wege ergibt eine herrliche Rundwanderung, bei der sich die vielfältige Landschaft offenbart, die Hiddensee auf kleiner Fläche bietet.</div><div><br>Angekommen am Leuchtfeuer Dornbusch/Hiddensee, wie der Turm amtlich heißt, können Besucher gegen einen geringen Eintritt auch ins Innere gelangen. Eine Wendeltreppe führt zur Aussichtsplattform in 20 Meter Höhe. Von hier reicht der Blick über Hiddensee und die Nachbarinsel&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/nord/ostseekueste/das-biosphaerenreservat-suedost-ruegen">Rügen</a>. Bei guter Sicht ist sogar die Silhouette von&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/nord/ostseekueste/mittelalterlicher-stadtkern-stralsund">Stralsund</a>&nbsp;zu erkennen.&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>Einen kleinen Bruder hat der Leuchtturm Dornbusch im Süden von Hiddensee: den zwölf Meter hohen Turm des&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/nord/ostseekueste/leuchtturm-gellen-insel-hiddensee">Leuchtfeuers Gellen</a>. Wer länger in Hiddensee bleibt, für den lohnt auch ein Ausflug hierher. Kurz hinter dem Leuchtturm ist allerdings Schluss für Wanderer, denn dort beginnt ein Vogelschutzgebiet, das nicht betreten werden darf.</div>