Brodtener Steilufer, Lübecker Bucht

<div>Steil abfallende Küsten, vielfältige Pflanzen- und Tierarten und stets weht eine mal sanfte, mal weniger sanfte Brise. Im Mittelalter raubten Piraten die Handelsschiffe am Brodtener Steilufer aus, heute ist es eines der beliebtesten Ausflugsziele in Deutschland.&nbsp;</div><h3>Naturschutzgebiet Brodtener Steilufer</h3><div>Das Brodtener Steilufer ist ein vier Kilometer langer Küstenstreifen an der Lübecker Bucht in Schleswig-Holstein. Im Westen grenzt es an das&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/nord/luebeck/niendorfostsee-2d171a5f-6782-488b-869d-15c8349d99ce">Ostseebad Niendorf</a>, im Osten an das&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/nord/luebeck/travemuende-79280d58-196b-47e5-96a5-64f8cab81b70">Ostseebad Travemünde</a>. Seinen Namen hat es von dem furchenreichen, turmhohen Kliff und dem nahe gelegenen Dorf Brodten. „Brodten“ kommt aus dem Slawischen und heißt übersetzt „Der Ort nahe dem Wasser“.&nbsp;</div><div><br></div><div>Das Brodtener Steilufer und das landwirtschaftlich geprägte Hinterland in Schleswig-Holstein werden Brodtener Winkel genannt. Der Brodtener Winkel ist der letzte unverbaute Abschnitt an der Lübecker Bucht und steht komplett unter Landschaftsschutz. Zudem existiert rund um das Ufer ein europäisches Vogelschutzgebiet mit einzigartigen Lebensbedingungen.</div><h3>Historisches zum Brodtener Steilufer</h3><div>Das Brodtener Steilufer ist in der letzten großen Eiszeit, der sogenannten Weichseleiszeit, entstanden. Diese lässt sich etwa auf die Jahre 111.000 bis 20.000 vor Christus datieren. Die aufkommende Eisschmelze ließ damals eine Gletscherzunge entstehen, welche die heutige Lübecker Bucht formte.&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>Im Mittelalter machten Piraten Lagerfeuer am Brodtener Steilufer, mit welchen sie Handelsschiffe ans Ufer lockten. Nachdem diese in Ufernähe gestrandet sind, enterten die Piraten die Schiffe und raubten sie aus.&nbsp;</div><div>Heute sind Teile des Brodtener Steilufers ein „aktives Kliff“. Hier nagt sich das Meer pro Jahr durchschnittlich rund einen Meter in das Land hinein. Einige hundert Meter spült das Wasser die abgetragenen Steine, Felsen und Schlick an den Strand von Travemünde.</div><div>&nbsp;</div><div><strong>Panoramablick vom Brodtener Steilufer&nbsp;</strong></div><div><br>Bereits im 19. Jahrhundert entdeckten Touristen die Gegend rund um das Brodtener Steilufer. Heute ist das Ufer vor allem berühmt für seinen&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/nord/luebeck/das-brodtener-steilufer-zwischen-travemuende-und-niendorf">traumhaften Panoramablick</a>&nbsp;über die Lübecker Bucht.&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>Wer die Gegend erkunden will, der muss sich entscheiden: Lieber oberhalb der Steilküste oder direkt am Strand entlangwandern? Der Weg durch den Sand führt vorbei an umgestürzten Bäumen, großen Steinfelsen und morschen Ästen – das Meeresrauschen der Ostsee immer im Ohr. Der Weg oberhalb der Felshänge eignet sich hervorragend für Radtouren. Hier ist nicht nur die Aussicht auf die Lübecker Bucht auf der einen, sondern auch der Blick auf das Hügelland auf der anderen Seite wunderschön.</div>