Historisches Pfahlschutzwerk, Baltrum

<div>Wenn sich die Wellen der Nordsee Baltrum nähern, schützt unter anderem das historische Pfahlschutzwerk die Süd-West-Seite der Insel – und leistet damit den Inselbewohnern einen wichtigen Dienst. Denn in den Wintern der Jahre 2006 bis 2008 trafen insgesamt 29 Sturmfluten auf die Ostfriesischen Inseln, zu denen Baltrum gehört. Die rund 300 Meter lange&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/nord/ostfriesland/das-alte-pfahlschutzwerk-baltrum-userbeitrag">Holzkonstruktion des historischen Pfahlschutzwerks</a>&nbsp;wurde zu Beginn der 1880er Jahre zwischen den Inselteilen Westkopf und Hafen gebaut. Seither ist sie Teil der Küstenschutzanlage der ostfriesischen Insel. Die abgestützten Pfähle und Kanthölzer des Pfahlschutzwerks schützen die Bewohner von Baltrum und ihre Häuser vor allem bei Sturmflut im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer vor den hohen Wellen der Nordsee. Für Touristen ist das historische Pfahlschutzwerk auf Baltrum eine interessante Sehenswürdigkeit, die sich am besten bei einer Inselumrundung zu Fuß besichtigen lässt. Die Strecke von rund zehn Kilometern ist in etwa drei bis vier Stunden zu schaffen.&nbsp;</div><h3>Moderner Küstenschutz auf den Ostfriesischen Inseln</h3><div>Auch auf den anderen Inseln im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer wurden Schutzanlagen aus Holz nach dem Baltrumer Vorbild als Wellenbrecher eingesetzt. Diese haben sich jedoch nicht als zuverlässiger Küstenschutz bewährt. Am Westkopf der Insel Baltrum wurde zwischen 1921 und 1928 deshalb eine massive, stabilere Betonkonstruktion errichtet. Lediglich am weniger gefährdeten Teil blieb die Holzkonstruktion als Küstenschutz bestehen. Das historische Pfahlschutzwerk steht heute unter Denkmalschutz.&nbsp;</div><h3>Baltrum – die kleinste bewohnte ostfriesische Insel&nbsp;</h3><div>Baltrum ist mit einer Fläche von etwa 6,5 Quadratkilometer die kleinste der Ostfriesischen Inseln und liegt in der Nordsee zwischen den Inseln&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/nord/ostfriesland/langeoog">Langeoog</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/nord/ostfriesland/norderney-377a3cd2-adcb-436b-aeea-1667d35c0242">Norderney</a>. Die Insel ist autofrei, und auch Fahrräder werden nicht gern gesehen. Zur Fortbewegung setzen die rund 500 Einwohner Baltrums noch auf den traditionellen Personennahverkehr mit Kutschen und Pferden.&nbsp;</div><h3>Weitere Sehenswürdigkeiten auf der Insel Baltrum</h3><div>Wer Baltrum zu Fuß erkunden will, kann die Sehenswürdigkeiten der Insel entlang des Gezeitenpfads Baltrum entdecken. Der rund sieben Kilometer lange Pfad beginnt und endet am Nationalparkhaus Baltrum und führt durch&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/nord/ostfriesland/baltrum-e3a3b5c9-a4bb-46aa-960a-d3484b3d8bb4">Dünen</a>, Vogelschutzgebiete und&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/nord/ostfriesland/baltrum">Wattflächen</a>. Die Alte Inselkirche auf Baltrum wurde im Jahr 1826 errichtet und ist die zweitälteste Kirche der Ostfriesischen Inseln. Besonderer Blickfang neben der Inselkirche ist ihr Glockenturm: ein einfaches Holzgerüst auf dem Vorplatz der Kirche, an dem die Glocke eines vor Baltrum gestrandeten holländischen Schiffs hängt. Diese Inselglocke ist gleichzeitig auch das Wahrzeichen der Insel.<br><br></div>