Deutschlands kleinste Gemeinde, Gröde

Neun Leute leben auf Gröde. Damit ist die Hallig Deutschlands kleinste Gemeinde. Die hat natürlich ihren eigenen Bürgermeister, eine eigene Gemeindevertretung braucht sie jedoch nicht. Stattdessen trifft man sich einfach im Wohnzimmer. Draußen hört man statt Zivilisationsgeräuschen kreischende Möwen und das rauschende Meer. Es gibt eine Schule, eine Kirche, eine Post und – zumindest im Sommer – einen Kiosk. Was es nicht gibt: Supermärkte. Zum Einkaufen müssen die Bewohner darum die vier Kilometer vom Fähranleger Schlüttsiel über das Wattenmeer zum Festland zurücklegen. Am besten geht die Überfahrt mit der Fähre – wenn es der Wasserstand denn zulässt. Medizinische Notfälle werden per Rettungshubschrauber in zwanzig Minuten zum Festland gebracht. Weil auch dafür das Wetter mitspielen muss, gab es bereits ein paar dramatische Situationen. Doch bisher ist immer alles gut ausgegangen.