Büsenbachtal bei Handeloh

<div>Wo würden Sie den schönsten Wanderweg Deutschlands vermuten? In den Alpen? Weit gefehlt: Die zweiten Etappe des Heidschnuckenwegs, die von&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/nord/lueneburger-heide/buchholz-idn">Buchholz in der Nordheide</a>&nbsp;über das Büsenbachtal bis nach Handeloh führt, wurde 2014 von über 10.000 Trekkingfans zum schönsten Wanderweg Deutschlands gewählt. Auch Weitwanderer auf der Europäischen Route E1, die vom Nordkap bis nach Sizilien verläuft, kommen durch das Büsenbachtal. Für eine kurze Kennenlernwanderung bietet sich die etwa acht Kilometer lange Route vom Bahnhof Suerhop bis zum Bahnhof Büsenbachtal an, die etwa eineinhalb Stunden in Anspruch nimmt.&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>Den besten Blick über das Büsenbachtal bietet der Pferdekopf, vier Kilometer nördlich von Handeloh. Im Sommer ragt der 60 Meter hohe Berg aus einem Meer von lila Blüten heraus. Wer von hier oben auf den malerischen Lauf des Büsenbachs, den dunklen Wacholder und die weißen Birkenstämme schaut, der versteht sofort, warum das Gebiet rund um Handeloh bei Wanderern so hoch im Kurs liegt.</div><h3>Geheimnisvolles Verschwinden des Bachs im Büsenbachtal bei Handeloh</h3><div>Die Wanderwege rund um das Büsenbachtal bei Handeloh führen immer wieder an dem Gewässer entlang, das dem Tal seinen Namen gibt. Von seiner Quelle in einem Hochmoor oberhalb der Heideflächen verläuft der Bach von Findlingen gesäumt bis zum Parkplatz Büsenbachtal. Hier versickert er auf geheimnisvolle Weise, nur um 400 Meter später wieder aufzutauchen und schließlich kurz vor Handeloh in die Seeve zu münden. Schuld an dem plötzlichen Verschwinden ist der sandige Boden. Im Gegensatz zum dichteren Lehm, Ton oder Stein lässt er das Wasser durch, und der Bach sucht sich für einen kurzen Abschnitt seinen Weg unter der Oberfläche.&nbsp;<br><br>Mystisch ist im Büsenbachtal nicht nur der Bach: Ein als „krumme Birke“ bekannter Baum zeigt mit seinem verschlungen gedrehten Stamm, der in waagerecht abstehende Äste übergeht, die ganze schöpferische Kraft der Natur.&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>„Auf der Lüneburger Heide / In dem wunderschönen Land / ging ich auf und ging ich nieder / allerlei am Weg ich fand.“ Was Schriftsteller Hermann Löns für die gesamte&nbsp;<a href="https://mobil.deutschebahn.com/region/nord/lueneburger-heide">Lüneburger Heide</a>&nbsp;beschrieb, gilt insbesondere für das idyllische Büsenbachtal bei Handeloh – und zwar zu jeder Jahreszeit. Im Frühling wiegen sich die Halme des blühenden Wollgrases zu Tausenden sanft und synchron im Wind. Danach hat die blühende Heide ihren Auftritt, die in den Sommermonaten für die typische lilafarbene Szenerie sorgt. Im Herbst weht ein Hauch von „Indian Summer“ durch die Region bei Handeloh, wenn buntes Laub, Nebel und Morgentau das Landschaftsbild bestimmen. Und selbst im Winter lockt das Landschaftsschutzgebiet: mit einer unvergleichbaren Stille und dem Kontrast aus weißem Schnee und dunklem Wacholder.</div>