Gänseliesel, Göttingen

Als die meistgeküsste Frau der Welt gilt das Gänseliesel auf dem Marktplatz von Göttingen. Jeder Doktorand pilgert nach erfolgreicher Prüfung zu dieser Bronzestatue mitten im Zierbrunnen vor dem alten Rathaus in der Innenstadt, überreicht ihr Blumen und drückt ihr einen Schmatzer auf die Wange – obwohl über mehrere Jahre hinweg sogar ein „Kuss-Verbot“ bestand, das anlässlich des 100-Jahre-Jubiläums jedoch wieder aufgehoben wurde. Der Brunnen wurde bereits im Jahr 1901 errichtet. Inzwischen gilt die von Bildhauer Paul Nisse gefertigte Bronzefigur des Mädchens, das von mehreren Gänsen umgeben ist, als Wahrzeichen der Universitätsstadt. Allerdings handelt es sich dabei mittlerweile um eine Kopie: Die Originalfigur steht seit 1990 nicht mehr unter freiem Himmel, sondern im Städtischen Museum.