Freimarkt, Bremen

Klingt unglaublich, ist aber wahr: Schon seit 1035 findet der Bremer Freimarkt statt. Damals verlieh Kaiser Konrad II. den Bremern die sogenannte „Marktgerechtigkeit“. Er bestätigte damit, dass in der Innenstadt ein freier Markt abgehalten werden durfte und dass Handwerker, Bauern und Händler ihre Waren ohne besondere Auflagen anbieten konnten. Der Freimarkt gilt daher als eines der ältesten Volksfeste in Deutschland. Gefeiert wird an siebzehn Tagen im Jahr auf dem Hauptmarkt auf der Bürgerweide. Dann laden mehr als 300 Schausteller auf einer Fläche von etwa 100.000 Quadratmetern zu Vergnügungen ein. Millionen von Besuchern lassen sich nur zu gern von den Fahrgeschäften und Leckereien anlocken. Die Freimarktstage, die „fünfte Jahreszeit“ der Bremer, startet traditionell Mitte Oktober. Mit dem Ausruf „Ischa Freimaak!“ beginnt dann die Sause.