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Nun stehe ich vor dem Heilbronner Bahnhof, Straßenbahnen klingeln. Kein Stress, denke ich, 24 Stunden sind viel für einen Ort wie Heilbronn mit seinen 125 000 Einwohnern und seinen Sehenswürdigkeiten. Ein Irrtum. Schon beim ersten Programmpunkt in der Stadt verbringe ich so viel Zeit, dass mein Plan durcheinandergerät. Daran ist die experimenta schuld – außen Rubiks Würfel, innen Wissenschaftsmuseum –, in der ich mit einem Rädchen wahlweise Niesel- oder strömenden Regen erzeuge und endlich die Murmelbahn baue, von der ich als Erstklässler geträumt habe. Im Keller werden Sternenshows gezeigt, aber dort rennen viele Kinder herum, denen will ich keinen Platz wegnehmen, also gehe ich raus, spaziere zur nächsten Sehenswürdigkeit in der historischen Altstadt, zum Heilbronner Rathaus mit der dreifachen Uhr, erklimme den Hafenmarktturm, schaue ringsum und frage mich, wo Melanie in Heilbronn wohnte. Am Horizont: Schornsteine, Industrie.