CeBIT 2013

Clever & Smart

Unterhaltungselektronik für zu Hause wird immer raffinierter. Die neuen Trends: Die Internet­-Fernseher lassen sich jetzt auch via Smartphone steuern, Musikboxen kommunizieren kabellos mit Tablets.

So geht Fernsehen heute: modern, entspannt und alles im Blick.

Fernseher, die sich dem Zuschauer entgegenwölben und so für ein visuelles Surround-Gefühl sorgen. Und TV-Geräte, die bald eine so hohe Auflösung haben werden, dass die aktuelle HD-Technik wie das bekannte Bildschirm-Schneetreiben von früher daherkommt. Smartphones, die bessere Fotos machen als kleine Kompaktkameras und die fast schon so viel können wie ein Computer. Kameras, auf denen man Fotos bearbeiten und sie zur Sicherung direkt in den Internetspeicher Cloud schicken kann. Mini-Tablets, die sich zusammenfalten und in die Jackentasche stecken lassen – die Messe CeBIT in Hannover vom 5. bis 9. März dokumentiert die ebenso rasante wie erstaunliche Entwicklung in der Unterhaltungselektronik.

Manches wie zum Beispiel das faltbare Tablet ist noch Zukunftsmusik. mobil stellt Top-Produkte aus drei Bereichen vor, die man heute schon kaufen kann: smarte TV-Geräte, große Smartphones und flache Tablets sowie kabellose Lautsprecher.

Die Alleskönner – die neuen Smartphones und Tablets

Man könnte die Entwicklung bei den Mobiltelefonen als Jo-Jo-Effekt bezeichnen. Einst hatten sie die Größe eines Kartons für Kinderschuhe, wegen ihrer Form nannte man sie ironisch Knochen. Dann kam die Zeit, als die Handys handlich wurden und dank der technischen Verbesserungen schrumpften, bis man sie hinter einer aufgestellten Zigarettenschachtel verstecken konnte. Heute lautet der Trend: Nur big ist chic! Die Hersteller lassen ihre Smartphones wieder wachsen, Bildschirmdiagonalen von 14 Zentimetern und mehr sind keine Seltenheit mehr. Manche Produkte sind so groß, dass Käufer sich schon einmal an einen neuen Namen gewöhnen: Smartphones, die ein Format zwischen normalem Smartphone und Mini-Tablet haben, werden künftig als Phablets bezeichnet – Phone und Tablet sind zu einem verschmolzen.

Der Grund für den Wachstumsschub liegt auf der Hand: Smartphones können immer mehr, durch ihre leistungsfähige Hard- und Software sind sie längst Computer im Jackentaschenformat. Also will man mit ihnen erledigen, was man früher auf dem PC gemacht hat. Und sie haben alle integrierte Kameras, die künftig die Kompaktkameras ersetzen werden: Noch in diesem Jahr kommen Modelle auf den  Markt, die 13 Megapixel Auflösung bieten. Natürlich kann man das Foto auf dem Mobiltelefon dann zuschneiden, einen netten Text dazu verfassen und das Ganze via E-Mail an Freunde verschicken. Ein möglichst großer Bildschirm erleichtert diese Arbeit naturgemäß enorm.

Ausreichend Leistung für den normalen Gebrauch

Der Bildschirm ist bei der Entwicklung der Tablets nicht das Thema. Es bleibt bei den beiden Größen »Normal«, also bei der Bildschirmdiagonale von rund 25 Zentimetern, und »Mini« mit 20 Zentimetern. Bei diesen Geräten gilt das Motto: noch dünner, noch leichter, noch leistungsfähiger. Und auch edler: Immer mehr Hersteller eifern dem einstigen Vorbild Apple nach und bringen Modelle mit robusten, edlen Metallgehäusen auf den Markt. Über 20 Millimeter dick ist keines dieser Geräte mehr. Und alles, was mehr als 1,5 Kilogramm wiegt, gilt als Schwergewicht. Weil Tablets für den normalen Gebrauch ausreichend Leistung haben und sie mit Docking-Station und zusätzlicher Tastatur ausgestattet fast so gut wie ein Notebook funktionieren können, steigen die Verkaufszahlen rasant. 2012 wurden in Deutschland rund 3,2 Millionen Tablets ausgeliefert. Das ist ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 50 Prozent.

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